Ziele erreichen: Mit der WOOP-Methode Hindernisse überwinden

Wer Ziele erreichen will, der hat immer auch mit Rückschlägen zu kämpfen. Manchmal steht man sich selbst im Weg, manchmal tauchen Hindernisse auf, mit denen man vorher nicht gerechnet hatte. Dem Ziel, zehn Kilo abzunehmen steht der innere Schweinehund im Weg, dem Traum vom eigenen Café macht die Corona-Pandemie einen Strich durch die Rechnung. Wichtig ist jetzt, sich nicht entmutigen zu lassen und gegen die Widerstände anzukämpfen. Um seine Ziele zu erreichen, muss man dranbleiben. Eine bekannte und alltagstaugliche Methode ist die WOOP-Methode, entwickelt von der Psychologin Gabriele Oettingen.

Positiv denken reicht nicht

Visualisierung und die Vorstellung, wie es sein wird, wenn das Ziel erreicht ist, sind ein Motivationsbooster. Positive Bilder und die damit verbundenen Emotionen helfen Dir, Dich auf Dein Ziel zu fokussieren. Aber das reicht nicht, um ein Ziel auch wirklich anzugehen, dranzubleiben und es zu erreichen. Wichtig ist, sich nicht nur das Ziel selbst, sondern auch den Weg dorthin zu visualisieren – mit den möglichen Hindernissen, die Dir begegnen könnten.

Tipp: Viele scheitern bereits daran, das Ziel richtig zu formulieren. Um diese Hürde umso leichter zu nehmen, nutze gern meine Checkliste „So formulierst Du Deine Ziele richtig!“. Diese kannst Du Dir kostenfrei in The Achievers Club herunterladen:

Ziele erreichen trotz Hindernissen

Wenn man sich Ziele setzt, dann gewöhnlich, um sie auch zu erreichen. Trotzdem: Immer wieder scheitern wir auf dem Weg zum Ziel. Hindernisse und Rückschläge sind leider keine Seltenheit. Viel zu oft lassen wir uns von den ersten Herausforderungen und Problemen entmutigen und geben auf. Um dem entgegenzuwirken, sollte man sich schon vorher mit möglichen Stolpersteinen beschäftigen.

Mentales Kontrastieren

Die Methode des mentalen Kontrastierens besagt, dass Du Dir immer, wenn Du Dir ein Ziel setzt, auch gleich die möglichen Hindernisse auf Deinem Weg vor Augen führst.

Ziel: Fünf Kilo abnehmen

Hast Du Dir zum Beispiel zum Ziel gesetzt, fünf Kilo abzunehmen, so visualisierst Du zunächst dieses Ziel. Das kann dann so aussehen: „Ich bin fit, komme nicht mehr so schnell aus der Puste. Ich bin beweglich und agil. Ich bin leistungsfähiger. Ich sehe besser aus.“ Nun, uns allen ist klar: Um abzunehmen muss man sich gesund, kalorien- und fettarm ernähren und Sport treiben.

Leider steht uns der altbekannte innere Schweinehund hier oft im Weg. Diesen versuchst Du mit der Methode des Mentalen Kontrastierens auszutricksen, indem Du Dich mit den möglichen Hindernissen auf dem Weg zum Wohlfühlgewicht befasst. Diese könnten sein:

  • Ich bin abends zu müde, um Sport zu treiben.
  • Ich habe keine Zeit, etwas Gesundes zu kochen.
  • Es fällt mir so schwer, auf Süßigkeiten zu verzichten.

Indem Du Dir vorab schon möglicher Rückschläge bewusst bist, fällt es Dir leichter, sie zu bewältigen, wenn sie tatsächlich eintreten.

Die WOOP-Methode

Noch einen Zusatzschritt geht die WOOP-Methode, die die Psychologin Gabriele Oettingen entwickelt hat. Sie ergänzt das Mentale Kontrastieren um Durchführungsvorsätze. In verschiedenen wissenschaftlichen Studien konnte Oettingen die Wirksamkeit der WOOP-Methode bestätigen – und zwar in ganz verschiedenen Lebensbereichen: Von gesundheitsbewusstem Verhalten über zwischenmenschliche Beziehungen bis hin zur Leistungsfähigkeit.

WOOP: Mental Contrasting plus Implementation Intentions (MCII)

WOOP ist ein Akronym, das für Wish, Outcome, Obstacle und Plan steht.

  1. Wish: Du formulierst möglichst konkret, was Du tun möchtest. Also beispielsweise dreimal die Woche nach der Arbeit ins Fitness-Studio gehen.
  2. Outcome: Welches Ziel willst Du dadurch erreichen? In unserem Beispiel: Fünf Kilo abnehmen und gesünder leben.
  3. Obstacle: Nun kommt das Hindernis. Was könnte Dir dabei im Weg stehen? Oft bist Du leider abends ziemlich müde und schaffst es möglicherweise nicht mehr zum Sport.
  4. Plan: Hier kommen die Durchführungsvorsätze ins Spiel. Du fasst einen Plan, um das Hindernis zu überwinden. „Wenn ich abends zu müde fürs Fitness-Studio bin, dann gehe ich am nächsten Morgen vor der Arbeit fünf Kilometer joggen.“ Nutze die Formulierung mit „Wenn…, dann…“.

Vorteile der WOOP-Methode

Neben der guten Alltagstauglichkeit der WOOP-Methode hilft Dir das Vorgehen auch dabei,

  • Dir über Deine Wünsche klar zu werden.
  • konkrete Prioritäten zu setzen.
  • Deine Willenskraft zu stärken.
  • Dein Selbstbewusstsein zu stärken.

Lass Dich nicht entmutigen!

Mit der WOOP-Methode hast Du eine relativ einfache Methode an der Hand, die Dir dabei hilft, Deine Ziele zu erreichen und mit Rückschlägen umzugehen. Hindernisse sind dazu da, um überwunden zu werden! Also lass Dich nicht entmutigen und bleib an Deinen Zielen dran!

Welche Hindernisse hast Du schon überwunden, wenn Du ein Ziel erreichen wolltest? Und wie hast Du das geschafft? Ich bin gespannt auf Deine Kommentare zu diesem Post!

(Coverbild: © Jacob Lund | stock.adobe.com)

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